Rent a wreck – “Schrottautos”, Oldtimer und Raritäten als Mietwagen

Auf den Punkt gebracht: rent-a-wreck.com ist eine auf betagtere Mietwagen (wreck = Wracks) spezialisierte und dadurch kostengünstige, amerikanische Autovermietung.
Tatsächlich sind die Mietautos keine richtigen Schrottautos/Wracks. Sie sind nur schon 2-4 Jahre länger „on the road“ als die der Konkurrenz. Optische Mängel wie Lackschäden, Kratzer oder Beulen sind zwar vorhanden, aber das bedeutet auch: kommen neue Schrammen oder Beulen hinzu – kein Drama. Hauptsache die Fahrsicherheit ist gewährleistet.

Das „Schrott-Image“ wird durch einige augenfällige Oldtimer-Rostlauben gepflegt. So stehen am Pico Boulevard in West-Los Angeles, in der 1968 von David Schwartz gegründeten Zentrale, ein 1965iger Plymouth, einige ramponierte Chevys, Pontiacs, Buicks, Ford Mustangs und ein Cadillac Eldorado in Rosa (alle fahrtauglich). Ihr Einsatz in Filmen, Werbekampagnen ist Teil des Geschäfts. Die Tagesgage: 200,00 bis 300,00 US-Dollar.
Niemand sollte sich jedoch von der kleinen Bude, dem alten Firmenlogo, dem desolaten Zustand des Büros, der saloppen Kleidung von Chef und Personal irritieren lassen. Dies ist tatsächlich der Standort eines “Big Players” der Branche mit über 300 Filialen (Franchise-System) in den USA. Dank breiter Medien-Präsenz und dem Werbeslogan „Rent-a-wreck ist die clevere Alternative™“ kennt über die Hälfte aller Amerikaner „rent-a-wreck of america“, das auch in Skandinavien und auf St. Maarten vertreten ist.

Das seit 1973 florierende Franchise-System bewirkt eine unterschiedliche Modell-Angebotspalette und Preispolitik. Die Fuhrparks bieten Klein-, Mittelklassewagen, Kombis, Mini-, Midi- und 15-Personen-Maxi-Vans, Luxuslimousinen, Jeeps, Pick-Ups, Box-Trucks, Trucks. An Marken sind an fast allen Standorten Hyundais, Toyotas und Ford Mustangs zu finden.
Auch die Preise schwanken. I.d.R. kann ein Hyundai I10 ca. 11,99, ein Santa Fe 70,50 kosten. Ein Toyota Corolla 17,99, ein Sienna 46,40. Einen Jeep Wrangler Convertible gibt es für ca. 51,55 – „you get what you pay for”. Erfahrungsgemäß sind die 10,00 US-Dollar-Lockangebote immer gerade „weg“. Aber 15,00 oder 20,00 US-Dollar pro Tag sind ja auch günstige Preise.
Verbindliche Informationen über Modelle, Preise, Fahrer-Mindestalter (nur bei rent-a-wreck ab 18 oder 21 Jahren möglich), eventuelle Aufschläge, Bar- oder Kreditzahlung, Versicherungen, etc. kann nur der jeweilige Standort geben.

In der Regel sind eine collision damage waiver (CDW=Vollkaskoversicherung) und uneingeschränkte Fahrtkilometer im Mietpreis enthalten. Wenn zuzüglich, ist mit ca. 9.00 US-Dollar (in Kalifornien) zu rechnen. Unbedingt die Staatengültigkeit der CDW prüfen.
Eins gilt für alle Standorte: die Wagen müssen an der Anmiet-Station auch wieder abgegeben werden.

Auf der http://www.rent-a-wreck.com Internetseite sind die Mietstationen pro Staat aufrufbar. Sollten dabei Probleme auftreten – manche Standorte sind PC-technisch etwas „hinter der Zeit“ – per Telefon klappt es.

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